Bali

Als wir auf Bali ankommen, bin ich bereit. Bereit für Inselvibes, Quinoa Bowls, Latte Art und Seele im Warmen baumeln lassen. Und wir sind genau am richtigen Ort dafür!

Zum Jahrestag hatten wir eigentlich ein Resort buchen wollen, stattdessen gab es dann auf Bali eine Villa mit privatem Pool. Den haben wir genossen, etwa 14x planschen pro Tag ist schon sehr zuträglich für die allerbeste Laune.

Tagesablauf auf Bali

  • Aufstehen
  • Kaffee aufsetzen (wir hatten das erste Mal in über 9 Wochen eine eigene Kaffeemaschine)
  • Schwimmen gehen während der Kaffee durch die Filtermaschine läuft
  • Laptop aufklappen
  • In den Pool zum Abkühlen
  • Leben genießen
  • Nochmal in den Pool
  • Abendessen
  • Nächtliche Schwimmtour

Hinduistische Feiertage auf Bali

Indonesien ist zwar ein weitgehend islamisch geprägtes Land, die vorherrschende Religion auf Bali ist allerdings der Hinduismus. So bekommen wir also wenig vom Ramadan (Islam) mit, dafür haben wir aber einige hinduistische Feiertage genau in der Woche, die wir hier sind.
Als wir ankommen, finden gerade noch die Feiertage zu Ehren des Sieges des Guten über das Böse (Galungan bis Kuningan, vom 28.02. bis 09.03.) statt. Außerdem kehren in dieser Zeit dieser der verstorbenen Familienmitglieder zu ihren Familien auf die Erde zurück.
Am 09.03. (Kuningan) enden die 10 Festtage des Galungan und die Geister der Ahnen kehren wieder zurück in ihr eigenes Königreich.

Regenzeit. Da wird es auch mal kurz nass

Marc Rebillet live im La Brisa!

Nachdem als die Lebenden wieder alleine unter sich sind, nutzen Ben und ich die Gelegenheit zum Feiern gehen und schauen uns den Lopp Daddy höchstpersönlich in action an. Nämlich noch so ein Zufall, dass Marc Rebillet genau ein Konzert auf Bali gibt, während wir auch hier sind… Das muss wohl Karma sein.
Mir war außerdem nicht klar, dass er seine Konzerte komplett improvisiert – sein Auftritt war der absolute Überknaller und der Beachclub als Location hat Bali alle Ehre gemacht.

Marc live in concert

Ogoh Ogoh – die Vertreibung der Dämonen

Tags darauf geht es direkt weiter mit hinduistischen Festivitäten – heute wird Ogoh Ogoh zelebriert: eine Straßenparade, die ein bisschen an Karneval erinnert und gleichzeitig religiös geprägt ist. Dabei werden meterhohe künstlerisch-geschmückte Monster gebastelt und am Abend durch die Straßen prozessiert. Die menschlich anmutenden Monster sollen böse Geister vertreiben. Das lassen wir uns selbstverständlich nicht entgehen und machen uns abends ebenfalls auf die Socken, um uns die Parade anzusehen.

Nur eine von vielen Figuren, die zu Musik an uns vorbeigetanzt sind

Nyepi Day – Tag der Stille

Nachdem also die bösen Geister vertrieben wurden, kann am Folgetag das neue Jahr nach dem balinesischen Mondkalender beginnen. Der Neujahrstag Nyepi ist der „Tag der Stille“. An diesem Tag sprechen die balinesischen Hindus nicht (bzw. nur das nötigste), es wird meditiert, das vergangene Jahr reflektiert und über das kommende Jahr nachgedacht. Achso, und niemand darf sein Haus verlassen. Licht darf ebenfalls nicht angemacht werden und Internet wird abgeschalten. Nur die Notaufnahme in den Krankenhäusern machen normal weiter, der Rest der Insel (samt Flughafen) wird komplett lahmgelegt und liegt in Stille.
Um die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren, gibt es sogar eine Religionspolizei. Als wir in der Dämmerung ein Licht (eher dunkel als hell) in unserer Outdoor Küche anmachen, um ganz fix zu kochen, werden wir direkt ermahnt – also wird mit Taschenlampe gekocht, das geht immerhin.
Da aber niemand die Zeitschaltuhr für die Beleuchtung in unserem Pool abgestellt hat und wir für den Privatpool auch „unser“ Grundstück nicht verlassen müssen, ist ein Nightswim und geflüsterte Unterhaltung schon ok. 😉

Bali Impressions nach den Feiertagen

Nach Nyepi geht alles wieder seinen gewohnten Gang, man darf raus auf die Straße, die Läden sind geöffnet, sprechen und Licht sind wieder erlaubt.
Die Balinesen wirken fast noch einen Tick fröhlicher als sie es ohnehin schon zu sein scheinen. Wir unterhalten uns mit ein paar Locals darüber, wie ihr Nyepi war – allseits großes Strahlen und glückliche Gesichter. Eine junge Indonesin verrät uns, dass sie sich nachts auf die Straße geschlichen hat, um den Sternenhimmel besser zu sehen und kichert ein bisschen verschmitzt.

Nach so viel Tradition in den letzten Tagen schauen wir uns noch den Wassertempel Tanah Lot an, der ist nämlich in der Nähe unserer Unterkunft in der Region Canggu/Umalas/Kuta. Ein bisschen wird noch gebummelt, Hafermilch-Cappucchino getrunken und dann ist nach einer Woche auch schon Schluss mit dem Bali-Abenteuer.

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