
30.01. – 08.02.25
Galle
Es ist Dienstag, der 28. Januar 2025 und es geht schon wieder los! Heute düsen wir an den Flughafen und übernachten in einem Hotel in der Nähe vom Flughafen, morgen geht es doch ziemlich zeitig los und wenn wir vorher noch ein Auge zumachen wollen, dann am besten vor Ort.
Mittwoch morgens geht es also los – Flight Leg 1 von Frankfurt nach Abu Dhabi, dort nur etwa 8 Stunden Aufenthalt (yay!) in der Nacht und dann Flight Leg 2 von Abu Dhabi nach Colombo in Sri Lanka.
Wir landen am Donnerstag Morgen um 08.30 Uhr Ortszeit und sind -gelinde gesagt- ganz schön am Arsch. Die Nacht über haben wir kaum geschlafen, im Flugzeug gibt es ja zu den seltsamsten Zeiten irgendeine Mahlzeit (Frühstück? Mittag? Abendessen?) und am Flughafen war leider auch nichts mit ablegen. Wir sitzen also im Taxi um vom außerhalb gelegenen Flughafen in die Hauptstadt Colombo zu fahren. Destination Hauptbahnhof, wir wollen direkt mit dem Zug weiter nach Galle nachdem wir mehrfach gehört haben, dass Colombo kein besonders attraktives Reiseziel ist.
Das Problem ist nur, dass wir den Zug in Colombo vermutlich knapp verpassen und dann rund 4 Stunden auf den nächsten Zug warten müssen. Wäre alles halb so wild, wenn wir die Augen richtig offen halten könnten. Wir unterhalten uns mit dem Taxifahrer über die ungefähre Ankunftszeit am Bahnhof, er fragt wo wir hin möchten und macht Smalltalk zu unseren Reiseplänen.
Die Taxifahrt
Die Sri Lanker können in Summe alle ziemlich gut englisch, Small Talk funktioniert also meistens auch ganz ok. Für alle, die sich fragen, ob die Bevölkerung Sri Lankas wirklich so heißt: ja. Der Begriff „Singhalesen“ wird auch häufig verwendet, umfasst aber nur etwa 3/4 der Bevölkerung, andere Ethnien wie bspw. die Tamil bleiben bei dieser Bezeichnung außen vor. Da wir aber über alle Einwohner sprechen, bleiben wir für diesen Beitrag also bei „Sri Lanker“. 🙂
Zurück zum Taxifahrer – der schlägt uns nämlich vor, uns direkt nach Galle zu fahren. Sri Lanka ist nämlich eigentlich relativ klein, die Strecke vom Flughafen nach Galle dauert nur etwa 2,5h und kostet uns mit 65€ für beide zwar deutlich mehr als der Zug (ca. 10€ für beide) – ist aber auch deutlich schneller und angenehmer, wir können die Augen nämlich wirklich kaum noch offen halten.
Erst versucht Ben mit einem halben Auge „Wache“ zu halten, wir sind immerhin zum ersten Mal in Sri Lanka und können weder das Land noch die Menschen noch die Mentalität einschätzen. Ich kann aber nicht mehr und schlafe kampflos ein.
Als ich etwas später wieder aufwache, ist Ben gerade noch so wach – ratzt aber etwa 2 Minuten später weg, jetzt wo ich ein Auge offen halte und auf die Route schaue.
Ankunft in Galle
Die Taxifahrt geht dank Nickerchen recht fix und wir kommen in unserer Unterkunft in Galle an. Da machen wir erstmal ein Schläfchen, mir geht’s außerdem ziemlich reudig. Habe mir schon vor dem Abflug zuhause schon was eingefangen, zusammen mit viel Action und wenig Schlaf hat sich da natürlich ordentlich was zusammengebraut. Den ersten Tag verbringen wir also weitestgehend im Hotel bzw. im Bett, ich schlafe geschmeidige 14 Stunden in der ersten Nacht. Danach sieht die Welt auch schon wieder etwas besser aus.
Die Unterkunft hat Ben sehr schön ausgesucht, das Zimmer ist geräumig und einen Pool im Garten gibt es auch. Wir bekommen schon am ersten Tag Affen, Flughunden, Geckos und riesige Ameisen zu sehen. Schön hier zu sein ♡
Unsere Zimmernachbarn sind ein britisches Pärchen in Rente, die uns von ihrem flexiblen Lifestyle erzählen. Wir sind natürlich neugierig und fragen nach ihren Lebensumständen. Sie war ihr ganzes Arbeitsleben Krankenschwester, er war Zugführer – also keine Großverdiener, aber offensichtlich finanziell solide aufgestellt. Wir fragen also noch ein bisschen weiter, aber die zwei erzählen auch freiwillig. Zuhause vermieten sie ihr Haus ganzjährig unter, da kommt also ein stetes Einkommen rein. In den Sommermonaten arbeiten sie auf einem Campingplatz, sie haben Spaß dran und es hält sie außerdem geistig und körperlich fit (sie wirken auch wirklich sehr junggeblieben!). Sie wohnen also in einem Caravan im Sommer und kümmern sich um Feriengäste und das Drumherum. In der kalten Jahreszeit ist der Campingplatz geschlossen und die beiden in diesen Monaten on tour, sie machen das schon länger so. Finde ich richtig cool.
Was ich noch richtig lässig finde: sie hat ein riesiges Problem mit Spinnen. Aber: sie will in fremde Länder reisen in denen es nunmal auch ziemlich große Achtbeiner gibt. Also hat sie eine Lösung gesucht und gefunden. Ihre Lösung hat die Form eines „Zelts“, das einfach nur ein aufgespanntes Netz ist mit dem man sich ins Bett legt. So kommen keine Krabbelviehcher an einen ran und sie kann beruhigt schlafen, alle sind happy. So einfach kann es sein. Spitzen Einstellung, spitzen Frau!
Aber wir lernen in Galle nicht nur das britische Ehepaar kennen, sondern wir schauen uns auch die Altstadt an, denn dafür ist Galle bekannt. Wir schlendern durch die Gassen, bestaunen den Leuchtturm und erkunden die sri lankische Küche.



Unawatuna
Samstags geht es für uns weiter nach Unawatuna, das sind gerade mal zwanzig Minuten mit dem Auto. Hier bleiben wir für eine Woche solange ich am arbeiten und dozieren bin. Da wir für die Arbeit definitiv stabiles Internet brauchen, vor allem ich solange ich noch die Vorlesungen halte, wollen wir nicht dauernd umziehen. Das Internet in der Unterkunft ist zwar nicht ultra gut, aber der Empfang am Handy dafür umso mehr. Und mit unseren 100GB Sim-Karten für 12€ lässt sich einiges an Arbeit über den Smartphone Hotspot erledigen und 4 Stunden Videostream am Tag funktionieren auch sehr gut damit zum Glück!
Nachdem wir in der neuen Unterkunft eingecheckt haben, sind wir den Rest vom Samstag und Sonntag erstmal damit beschäftigt die neue Gegend zu erkunden. Wir haben uns auch direkt einen Roller gemietet für die Woche, damit kommen wir also ziemlich gut rum. Der Sonntag ist trotzdem sehr gemütlich, mit spätem Frühstück und später planschen am nahe gelegenen Strand.
Abends ist Ben noch beim Sport, ich bereite mich währenddessen auf die Vorlesung am Montag vor bevor wir uns zum gemeinsamen Abendessen am Roti Shop treffen.
Die Woche startet grandios. Noch bevor wir unsere Unterkunft verlassen haben auf dem Weg zum Strand, können wir drei Äffchen in den Bäumen aus nächster Nähe beobachten. Am Turtle Beach geht es dann etwa genau so weiter und wir können mit drei großen Schildkröten schnorcheln am Turtle Beach. Der Vollständigkeit halber: der Strand ist bekannt für seine Schildkrötenbesucher, denn durch einen Felsvorsprung ist hier das Wasser am Strand sehr ruhig und bekommt kaum Wellen ab… und es gibt Locals, die Seetang an die Touristen verkaufen, um damit die Schildkröten zu füttern. Das nervt natürlich irgendwie, aber immerhin ist es „nur“ Seetang. Wir kaufen kein Futter und freuen uns einfach so über die Schildkröten in Strandnähe. Wir schnorcheln außerdem ein bisschen raus, beobachten Papageifische (immer noch mein absoluter Lieblingsfisch mit seinem schnabelartigen Mund und den bunten Schuppen), naso unicornis Fische und noch ein paar andere Fische, die ich leider nicht im nachgang identifizieren konnte.
Wenn der Montag Vormittag schon so läuft, kann ja nichts mehr schief gehen. Nachmittags sind Ben und ich also am Arbeiten (wir arbeiten ja nach deutscher Zeit, d.h. unser Arbeitstag beginnt um 13.30 Ortszeit = 9 Uhr morgens in Deutschland)











Die Woche geht schnell vorbei, wir arbeiten in unterschiedlichen Cafés und erkunden die Gegend um uns herum. Also weitgehend erkunden wir die einzelnen Ecken von Unawatuna und wie weitläufig das Städtchen eigentlich ist. In den kleinsten Feldwegen abseits der größeren Straßen befinden sich so viele schöne Cafés, fühlt sich jedes Mal ein bisschen wie Schatzsuche spielen an. Vor allem sind die Cafés und Lokale teilweise so unscheinbar von außen, dass man einfach dran vorbeilaufen würde – ein Hoch auf Google Maps an dieser Stelle, ohne Technik hätten wir sicherlich einige Hidden Gems verpasst.
Langsam komme ich auch wieder auf die Beine, meine Stimme ist vom vielen Sprechen während der Vorlesungen noch etwas langsam in der Erholung aber in Summe fühle ich mich doch auf dem Weg der Besserung. Ich freue mich trotzdem schon drauf, wenn ich mich wieder ordentlich bewegen kann und ein Workout oder ein langer Spaziergang drin sind. Wobei das Workout wahrscheinlicher ist als der Spaziergang, von Gehwegen hält man hier auf Sri Lanka nicht viel – das meiste wird ja mit dem Roller erledigt, es gibt nicht wirklich Bedarf für Gehwege. Aber als gute deutsche Kartoffel liebe ich nunmal Spaziergänge, umso mehr blutet mein Kartoffelherz ob der fehlenden Gehsteige. Macht nichts, man gewöhnt sich an vieles und eben auch ans Spazieren entlang der Straße während die Harakiri Busse an einem vorbeidüsen.
Bei unseren vielen Café Besuchen unterhalten wir uns auch immer wieder mit den Angestellten in den Cafés, die kennen sich hier schließlich viel besser aus als wir und da die meisten hier recht gutes Englisch sprechen, kann man schonmal nach ein paar Empfehlungen fragen.
Wir versuchen im Gegenzug natürlich immer unser Möglichstes , uns Vokabular auf Landessprache anzueignen. Das machen Ben und ich grundsätzlich, egal wo wir sind. Schließlich sind wir zu Gast und möchten wenigstens die Basics wie „hallo“, „bitte“, „danke“, „tschüss“ sagen können. In Sri Lanka geht das ganz gut sogar, außerdem freuen sich die Locals immer riesig, wenn wir etwas auf Sinhala sagen. (Es gibt auch noch Tamil als Landessprache, aber da die meisten Bewohner Singhalesen sind und Sinhala sprechen, halten wir uns an die 80:20 Regel.)
Ok zurück zu den Empfehlungen. Eine davon ist ein Strand, an dem man wohl schön schwimmen kann. Wir düsen also morgens hin, bevor die Menschenmassen ankommen… aber naja, der Strand ist eher klein, mit ein bisschen Müll und das Wasser trüb, dafür flach. Bin auch selbst schuld, ich hätte schon spezifizieren sollen, dass ich lieber schnorchle als schwimme (Schnorcheln ist für mich einfach der Spaziergang des Wassers). Und in trübem Wasser sieht man einfach nicht so viel. Wir waten also stattdessen ins flache Wasser und lassen die Schnorchelmaske an Land. Ein paar Locals sind auch da und spielen in den Wellen. Wir bleiben kurz stehen und genießen die Sonne im Gesicht und die Beine im Wasser. Dann berührt mich etwas am Fuß, fühlt sich groß und stabil an. Ich kreische und springe (ja, springe) davon. Im trüben Wasser sehe ich ja nichts, denke aber es war eine Krabbe. Die Locals lachen, Ben guckt amüsiert. Jaja, war sicher nicht mein lässigster Moment für heute, aber ich bin immerhin knapp dem Tode entronnen.
Nach so viel Action düsen wir an den nächsten Strand: zurück zum Turtle Beach. Das mit den Touristen da ist immer noch mäßig geil, aber das Wasser ist klar und einigermaßen ruhig, also perfekt zum? Genau, schnorcheln! Ben hat sich immerhin hier einen Schnorchel für sage und schreibe 20€ gekauft, das muss schon ausgeführt werden, damit sich das Set auch amortisiert.
Wir trinken noch ’nen Iced Americano (doppelter Espresso, mit Wasser verdünnt und Eiswürfel dazu). Der ist hier direkt am touri beach besonders teuer und schmeckt am wenigsten. Logisch, wenn die Lage premium ist, kann man am Rest schonmal sparen. Allerdings ist das hier die Ausnahme, wir werden noch einige Cafés in bester Lage besuchen und dabei hervorragenden Kaffee trinken. Außerdem sind wir ja zum Schnorcheln hier am Turtle Beach und das funktioniert bestens.
Am selben Tag verabschiede ich mich nachmittags von meinem Kurs – mein letzter Arbeitstag als Dozentin ist gekommen und ich bin schon auch etwas erleichtert. Ich habe 3 Wochen zuvor gekündigt und da ich noch gerade noch so in der Probezeit war, ging das doch recht schnell.
Natürlich sind mir einige der Teilnehmer ziemlich ans Herz gewachsen, schließlich habe ich die 25 Leute die letzten Monate seeehr oft gesehen und viel Zeit mit ihnen verbracht. Der Abschied ist daher doch emotionaler als ich erwartet hatte, aber ich freue mich auch auf ein neues Kapitel. Aber erstmal bleibe ich meinem noch Arbeitgeber in anderer Funktion erhalten bis Anfang März.
Während ich mich von den humanen Teilnehmern des Kurses verabschiede nach unserer letzten gemeinsamen Vorlesung, arbeitet Ben mit den beiden animalen COOs of Snack auf der Terrasse zusammen. Das sind die beiden Äffchen, die in der Palme neben der Dachterrasse sitzen und vor sich hin futtern.

Von öligen Massagen und möglichen Gehirnerschütterungen
Jetzt folgt erstmal eine gemeinsame freie Woche für Ben und mich. Abends gönnen wir uns zur Feier des Tages eine Massage. Günstig und super bewertet, 8€ für eine Stunde kann man wirklich nichts sagen. Vor Ort ist alles nur mäßig fresh, aber das ist hier nichts ungewöhnliches – also ab dafür.
Ich ziehe mich aus und lege mich auf die Liege. Die müffelt ein wenig, aber mit der Hitze und Luftfeuchtigkeit hier ist das auch kein Wunder. Ich lasse mich also nicht weiter irritieren und freue mich jetzt auf die Massage. Zu Beginn werde ich erstmal ausreichend eingeölt. So sehr, dass ich mich gleich frage mich, ob das hier wie bei der Thai Massage im Anschluss auch wieder abgerubbelt wird – so ölig will ich aktuell bin, möchte ich nicht wieder in meine Klamotten rein. Aber egal, jetzt geht’s los. Und was losgeht ist starkes Streicheln mit viel Öl, mit Massage hat das eigentlich nicht viel zu tun.
Ungleich zu den Massagen, die ich bisher erlebt habe, werden hier auch die Wirbelsäule und der Bauch massiert… Ok. So far, so weird.
Ich frage mich, ob es an meiner Erwartungshaltung liegt (Thai Massage mit ausgebildeten Masseurinnen) oder ob das hier einfach freestyle ist und sich deshalb auch genau so anfühlt. Ich glaube beides ist wahr.
Zwischendurch glitscht die Masseurin immer mal wieder ab -klar ich bin ja auch in Öl getränkt- und rutscht mir an Körperstellen, an denen ich eigentlich keine fremden Hände möchte. Ich unterstelle ihr aber, dass es fehlende Erfahrung ist und nicht der Gedanke eines Happy Endings.
Abgesehen von privaten Körperstellen werden mir auch die Achseln richtig feste eingeölt. Und spätestens jetzt bin ich mir sicher, dass es nicht meinen überhöhten Erwartungen liegt, diese Massage ist wirklich einfach freestyle von einer Privatperson.
Nachdem meine Achseln also ausreichend mit Öl bestrichen wurden, fragt die junge Frau, ob ich eine Kopf Massas möchte – AUF GAR KEINEN FALL. Ich schüttle meinen Kopf vehement und lächle freundlich. Unter keinen Umständen will ich das Schmieröl hier in meinen Haaren und auf meiner Kopfhaut. Die 4 Liter Sonnenblumenöl auf meinem Körper sind ölig genug für heute.
Zum Schluss werde ich von der Masseurin abgerubbelt, aber da hängen immer noch etwa 3 der 4 Liter Öl an mir. Ich nehme also noch ein Handtuch und schrubbel mich und die hart erarbeitete Bräune ab. Keine Chance, dieses Öl hier hängt an mir wie Teer. Ich schrubbe also kräftig weiter, bis es grade so erträglich ist und schlüpfe in mein Kleid zurück. Besser wird das nicht, bevor ich nicht 41 Mal geduscht hab.
Wir gehen direkt danach noch etwas essen, auch das quasi in einem Privathaushalt – mit dem Unterschied, dass das Essen hier wirklich immer super lecker ist. Leider bin ich immer noch so ölig, dass ich mich nicht entspannen kann – leicht angespannt (nach der Massage wohlgemerkt) bitte ich also Ben darum, nach dem Essen kurz mit mir nach Hause zu fahren, damit ich duschen kann, anders kann ich diesen Abend nicht genießen, ich bin wirklich so tiefenschmierig. Es ist ein ekelhaftes Gefühl. Auf dem Weg nach Hause halte ich mich besonders gut am Roller fest, damit ich in der nächsten Kurve nicht einfach davonglitsche.
Zuhause angekommen geht’s direkt unter die Dusche, ich schrubbe mich dreimal mit reichlich Seife ab und sehe immer noch die Ölschlieren auf dem Boden auf dem Weg zum Abfluss. Wuäh! Das war’s dann erstmal mit Massagen hier für mich, diese 8€ waren sehr interessant investiert.
Ben’s Erlebnis war auch nicht anders, er wurde immerhin richtig „massiert“ und nicht nur gestreichelt. Allerdings mit ähnlich viel Öl. Mutig wie Ben ist, hat er sich die Kopfmassage nicht entgehen lassen. Massage ist ein weit hergeholter Begriff, vor allem wurde ihm der Kopf geschüttelt und gerüttelt, es ist ein wenig absurd.
Ben zieht’s aber durch, hält die Augen „entspannt“ geschlossen – bis es ihm in den Augenwinkel tropft… war das Öl? Oder Schweiß vom Masseur, der auf ihm gelandet ist? Er öffnet das andere Auge – jap, definitiv Schweiß. Ben ist also erstmal der einäugige Pirat bis zum Ende der Massage und bis er dazu kommt, sich das angetropfte Auge abzuwischen.
Ben und ich werden noch einige Male über diese Massage lachen.
Sri Lanka und Russland
Was uns in Unawatuna das erste Mal auffallen wird, ist wie viele Russen hier im Urlaub sind. Oft hängen schon die Speisekarten und die Massage-Angebote vor den Restaurants und den „Spas“ auf kyrillisch am Eingang. Einige Sri Lanker sprechen sogar besser russisch als englisch, wild!
Allerdings hat der russische Tourismus auf Sri Lanka wohl in den letzten Jahren deutlich zugenommen: zum einen weil die beiden Länder ihre Handelsbeziehungen in 2024 mit Tee intensiviert haben. Eine -vermutlich- noch größere Rolle spielt aber der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, wodurch Russlands Einwohner vielen Sanktionen unterworfen sind, mitunter ist die Reisefreiheit der Russen deutlich eingeschränkt. Ok, makes sense.

