
Nach zwei Wochen in Pai geht es für uns wieder in eine etwas größere Stadt: Mit kurzem Zwischenstop und Buswechsel in Chiang Mai, kommen wir 10 Stunden später in Chiang Rai an.
Wie schon bei den letzten Stationen, ist auch Chiang Rai auf den ersten Blick nicht unser Favorit – aber das war bisher ja häufig so auf der Reise und ein paar Tage später fanden wir’s dann immer ganz toll… wir bleiben also erstmal offen in unserer Meinung und schauen uns Chiang Rai an. Diesmal bleibt der erste Eindruck aber bestehen, Chiang Rai holt uns in den 5 Tagen vor Ort nicht ab. Macht nix, gehört auch dazu.
Meistens wechseln Ben und ich uns damit ab, etwas nicht so cool oder doch ganz ok zu finden. Diesmal ist Ben dran, noch in den ersten 15 Minuten nach Ankunft in der Unterkunft fallen die folgenden Sätze: „Dunkel hier drin“, „Viel zu hell zum Schlafen hier drin“, „Der Kühlschrank brummt so laut“, „Das Internet ist nicht gut“, „Das Bad ist furchtbar“, „Ich schau mal, ob ich noch eine andere Unterkunft finde“.
Als ich versuche lachend einzulenken, dass wir ja nur 60€ für die 5 Nächte gezahlt haben, schaut er mich an. „Ich hab doch gar nichts gesagt, wieso denkst du denn, ich fände die Unterkunft nicht gut?“ Äh ja, ok. 😂 Wir konnten beide ziemlich drüber lachen.
Außerdem: Bad und Bettwäsche sind sauber und frisch, das ist schonmal das Wichtigste.

Nachdem die Rucksäcke ausgepackt sind, geht es zum Wochenend-Nachtmarkt – mal wieder einer. Hier findet auch gerade ein Flower Festival statt und wir bekommen den letzten Tag mit, an dem die Gärten hier geschmückt sind. Außerdem wird viel im Kreis zu Live-Musik getanzt und gelacht. Wir stehen am Rand und schauen den Tanzenden zu, und ein älterer Herr winkt uns in den Kreis dazu… Puh, ok. Ben hat an sowas ja sowieso Spaß – also ab dafür und ne Runde vortanzen vorm Rest vom Fest. Turns out, der ältere Herr ist Sportlehrer und er zeigt uns die Tanzschritte, so dass wir einigermaßen passabel mitkommen und ein paar Runden mit im Kreis tanzen. Zum Einstieg in Chiang Rai war das schon ziemlich nett hier!






Die nächsten Tage sind wir abwechselnd an unterschiedlichen Spots zum Arbeiten und sind nachmittags etwas unterwegs. Dabei schauen wir uns die berühmten blauen, weißen und goldenen Tempel an.














Der blaue Tempel ist noch einigermaßen tempelartig, wenn auch sehr touristisch. Der weiße und goldene Tempel sind aber irgendwie richtiger Quatsch – erstens kosten die Eintritt (unüblich für Tempel), außerdem sind um die Tempel herum Totenköpfe, Aliens und andere abartige Figuren gebaut. Es wirkt jedenfalls mehr wie Europa Park denn Gebetsstätte. Ganz nett zum Anschauen sind die Tempel, aber Ehrfurcht ob der Macht des Glaubens überkommt einen nicht dabei.
Dafür ist das Golden Triangle ziemlich cool. Wir düsen mit dem Roller 52km weiter in den Norden ans Dreiländereck zwischen Thailand, Myanmar und Laos.









Abends landen wir in einem Lokal in der Nähe der Unterkunft und versuchen etwas zu essen zu bestellen – die Karte ist allerdings nur auf Thai und die Bedienung spricht soviel Englisch wie wir Thai sprechen… Eigentlich wollten wir noch einen Papaya Salat als Vorspeise, aber als Antwort bekommen wir nur zu hören, dass das Lokal in zwei Stunden schließt. Vermutlich sprechen die Bedienung und wir aneinander vorbei.
Mit Hand und Fuß bestellen wir also irgendetwas, wenn auch nicht ganz das, was wir vorhatten. Satt werden wir jedenfalls.
Abends drauf landen wir dafür bei einem älteren Ehepärchen im „Wohnzimmer“. Jedenfalls stehen die drei Tische direkt angrenzend zu einem Raum, der wie das Wohnzimmer der beiden aussieht. Die zwei sind wirklich goldig und während er ein weltklasse Pad Thai zubereitet, unterhält sie sich ziemlich gut auf Englisch mit uns. Ungewöhnlich, denn in Chiang Rai spricht kaum jemand englisch, auch nicht die jüngeren Leute. Für eine alte Dame daher sehr überraschend. Aber wir freuen uns natürlich, uns ein bisschen unterhalten zu können.








Von Chiang Rai geht es für uns zurück nach Chiang Mai für zwei Nächte, denn von dort fliegen wir nach Hanoi in Vietnam. Wir freuen uns zum einen sehr, nochmal nach Chiang Mai zu kommen. In Chiang Mai gönnen wir uns nochmal einen richtig „Thai-Urlaubstag“. Nachdem wir morgens im Pool waren, geht es weiter mit Wellness Programm. Später nochmal klassisch thailändische Küche, dann Massage und zum Abschluss ein Muay Thai Kampf. Viel touri-thailändischer wird’s nicht und wir haben den Tag sehr genossen. Jetzt sind wir riesig gespannt auf Vietnam!









Mango Sticky Rice





